Ein aufmerksamer Radfahrer wurde am Samstagvormittag, den 9. Mai 2026, zum Lebensretter für eine verunglückte Quad-Lenkerin. Die Frau war im Waldstück unterhalb der L73 im Gemeindegebiet von Gföhl verunfallt und wurde unter ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Erst nach mehreren Stunden konnte sie aus ihrer misslichen Lage befreit werden.
Gegen 10.45 Uhr hörte ein Radfahrer, der auf der L73 zwischen Meisling und Loiwein unterwegs war, ungewöhnliches Hundegebell und Hilferufe aus dem angrenzenden Wald. Bei der Suche nach der Ursache entdeckte er unterhalb der Fahrbahn bei Baukilometer 18,60 die verunglückte Frau. Sie war dort mit ihrem Quad im unwegsamen Gelände verunglückt und so unglücklich unter dem Fahrzeug eingeklemmt worden, dass sie sich nicht mehr selbstständig befreien konnte.
Laut eigenen Angaben geschah der Unfall bereits kurz nach Sonnenaufgang. Da die Unfallstelle von der Straße aus nicht einsehbar war, musste die Lenkerin bis zum Eintreffen des Radfahrers mehrere Stunden lang im Wald ausharren.
Komplexer Einsatz für die Rettungskräfte
Die Bezirksalarmzentrale Krems alarmierte umgehend die Feuerwehren Seeb, Lichtenau und Gföhl zur Menschenrettung. Zeitgleich machten sich das Rote Kreuz Gföhl, zwei First Responder sowie der Notarzthubschrauber Christophorus 2 aus Gneixendorf auf den Weg zur Einsatzstelle.
Während die Feuerwehrkräfte das instabile Fahrzeug mit Arbeitsleinen gegen ein weiteres Abrutschen sicherten, begannen Sanitäter und Notarzt mit der medizinischen Erstversorgung der eingeklemmten Frau. Ein Feuerwehrmann aus Seeb unterstützte die Sicherungsarbeiten zudem mit einem Traktor samt Forstseilwinde.
Technische Rettung mittels Hebekissen
Um die Patientin unter dem schweren Quad zu befreien, hoben die Einsatzkräfte das Fahrzeug mittels Hebekissen und Wagenheber kontrolliert an. Nach der erfolgreichen Rettung wurde die Verletzte über einen schmalen Waldweg zum Rettungstransportwagen getragen.
Um den Weitertransport zum etwa abseits auf einer Wiese gelandeten Hubschrauber zu ermöglichen, mussten die Feuerwehrkräfte einen Forstweg kurzerhand freischneiden. Erst so konnte der RTW direkt an den Christophorus 2 heranfahren.
Hund als Lebensretter
Besonders rührend: Der Hund der Verunfallten, der den Sturz augenscheinlich unverletzt überstanden hatte, wich seinem Frauchen nicht von der Seite. Sein Bellen hatte den Radfahrer erst auf die Unfallstelle aufmerksam gemacht. Ein Feuerwehrmann trug das Tier die Böschung hinauf, wo es anschließend von der Feuerwehr betreut wurde.
Nach dem Abtransport der Patientin wurde das Quad mittels Forstseilwinde geborgen, über die Leitschienen gehoben und verkehrssicher abgestellt. Nach rund zwei Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken.
Eingesetzte Kräfte
FF Seeb
FF Lichtenaus
FF Gföhl
Rotes Kreuz Gföhl
Zwei First Responder
ÖAMTC Notarzthubschrauber Christophorus 2
Polizei
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