Schlechter Handyempfang sorgt für Großalarm im Wald

Zu einer dramatischen Alarmierung kam es am Montagvormittag, dem 18. Mai 2026, im Bereich Scheibenhof (Gemeinde Krems). Da ein Notruf aufgrund akuter Empfangsprobleme unvollständig blieb, mussten die Einsatzkräfte zunächst von einer Menschenrettung im unwegsamen Waldgelände ausgehen. Vor Ort stellte sich die Lage zum Glück glimpflicher dar.

Gegen 10.20 Uhr ging in der Bezirksalarmzentrale Krems der Notruf eines Mannes ein. Wegen der extrem schlechten Verbindung war das Gespräch kaum verständlich – die Disponenten konnten lediglich heraushören, dass sich der Anrufer in einer Notlage im Waldgebiet bei Scheibenhof befand und dringend Hilfe benötigte. Aufgrund des Meldebildes löste die Alarmzentrale unverzüglich Alarmstufe „T2 Menschenrettung-Notlage“ für zwei Feuerwachen der Freiwilligen Feuerwehr Krems aus.

Suche des Einsatzortes
Da die genaue Örtlichkeit völlig unklar war, rückten die Einsatzkräfte der Feuerwache Egelsee und der Hauptwache Krems umgehend mit mehreren Fahrzeugen aus und fuhren das weitläufige Waldgebiet strategisch von verschiedenen Seiten an. Zur Unterstützung aus der Luft wurde zudem die Drohnengruppe der FF Krems angefordert. Um für ein potenziell schweres Gelände optimal gerüstet zu sein, ließ der Einsatzleiter noch während der Anfahrt die Freiwillige Feuerwehr Dürnstein nachalarmieren. Auch der Rettungsdienst fuhr die Einsatzstelle an. Der Notarzthubschrauber Christophorus 2 hob bereits in Gneixendorf ab.

Entwarnung – Fahrzeugbergung statt Personenschaden
Dank der koordinierten Suchaktion der Bodenteams konnte der Einsatzort jedoch rasch lokalisiert werden, woraufhin umgehend Entwarnung gegeben wurde: Es handelte sich nicht um eine eingeklemmte oder verletzte Person, sondern um eine Fahrzeugbergung. Der Lenker war mit seinem Pkw auf einem schmalen Waldweg von der Fahrbahn abgekommen und die steile Böschung hinabgerutscht. Da der Mann unverletzt geblieben war, konnten die anrückenden Rettungskräfte und der Hubschrauber den Einsatz noch auf der Anfahrt abbrechen.

Präzise Bergung mit der Seilwinde
Die Feuerwehrkräfte sicherten das verunfallte Fahrzeug zunächst mittels Spanngurt gegen ein weiteres Abdriften in den Graben. Im Anschluss wurde geländegängige Fahrzeug Last 6 Krems in Stellung gebracht. Mit dessen Seilwinde konnte der Pkw schonend und beschädigungsfrei zurück auf den Waldweg gezogen werden.

Nachdem das Fahrzeug gesichert an den sichtlich erleichterten Fahrer übergeben worden war, räumten die Kräfte die Einsatzstelle auf. Rund eine Stunde nach der Erstalarmierung war der Einsatz beendet, und beide Kremser Feuerwachen konnten wieder in ihre Zentralen einrücken.

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