Ein lokales, aber heftiges Unwetter führte am Montagnachmittag, den 22. Juni 2026, zu einem massiven Sturmschaden in einem Waldstück bei Hollenburg. Rund einhundert Bäume wurden entwurzelt oder umgeknickt. Die Bundesstraße 37a (B37a) musste komplett gesperrt werden – die Sperre der Richtungsfahrbahn Krems dauerte wegen der aufwendigen Aufräumarbeiten bis in die späten Nachmittagsstunden des Folgetages an.
Kurz vor 15.00 Uhr wurden die Hauptwache und die Feuerwache Süd der Freiwilligen Feuerwehr Krems zu einem vermeintlich kleineren Unwettereinsatz alarmiert: Die erste Meldung lautete auf einen umgestürzten Baum auf einem Pkw. Bereits bei der Anfahrt bot sich den Einsatzkräften jedoch ein Bild der Verwüstung, das das wahre Ausmaß der Sturmschäden sichtbar machte.
Auf einer Länge von rund 500 Metern hatte die Sturmfront eine regelrechte Schneise in das Waldgebiet geschlagen. Etwa einhundert Bäume hielten den Naturgewalten nicht stand, wurden entwurzelt oder knickten um. Rund 20 schwere Bäume stürzten direkt auf die B37a in Fahrtrichtung Krems. Da auch die Gegenfahrbahn in Richtung St. Pölten massiv durch Geäst, Blätter und Erdreich verunreinigt war, mussten durch die Polizei umgehend beide Richtungsfahrbahnen komplett gesperrt werden.
Glück im Unglück hatten die Insassen des betroffenen Pkw, auf den ein Baum gestürzt war: Sie überstanden den Vorfall wie durch ein Wunder völlig unverletzt. Am Fahrzeug entstand durch den Treffer erheblicher Sachschaden, unter anderem wurde die Windschutzscheibe massiv beschädigt.
Hand in Hand mit der Straßenmeisterei Krems machten sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr an die Beseitigung der Blockaden. Mittels zahlreicher Motorsägen wurden die Baumstämme zerkleinert. Um die Fahrbahnen rasch von den großen Mengen an Geäst, Rinde und Blättern zu befreien, kam unter anderem auch ein Schneepflug zum Einsatz.
Nach rund zweieinhalb Stunden intensiver Arbeit im Unwetterbereich konnte die Feuerwehr Krems, die mit zwei Hilfeleistungsfahrzeugen, einem Wechselladefahrzeug und einem Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) vor Ort war, wieder einrücken.
Während die Fahrtrichtung St. Pölten nach der Erstblockade wieder freigegeben werden konnte, blieb die Gefahrenlage in Fahrtrichtung Krems akut. Nach eingehender Lagebeurteilung und Absprache mit dem betroffenen Waldeigentümer sowie dem Magistrat der Stadt Krems wurde entschieden, die Richtungsfahrbahn Krems aufgrund drohender Folgeschäden und nötiger Holzarbeiten gesperrt zu halten.
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