Umfangreicher Atemschutzeinsatz bei Brand auf einer Baustelle in Krems

Am Dienstagabend, den 27. Jänner 2026, wurde die Feuerwehr Krems zu einem Brandeinsatz der Stufe B2 in einem im Umbau befindlichen Wohnhaus alarmiert. Nach der Erstmeldung über eine starke Rauchentwicklung im Obergeschoß rückten insgesamt 60 Einsatzkräfte der Wachen Hauptwache, Egelsee und der Feuerwache-Süd mit einem Fuhrpark von elf Fahrzeugen aus.

Bereits auf der Anfahrt rüsteten sich die ersten Atemschutztrupps aus. Nach der Lagefeststellung durch den Einsatzleiter und der Bestätigung einer massiven Verrauchung wurde umgehend eine Löschleitung vorgenommen und der Innenangriff gestartet. Die Erkundung lokalisierte den Brandherd im Bereich einer Tramdecke. Aufgrund der baulichen Komplexität wurde ein Feuerwehrtechniker zur statischen Beurteilung angefordert, der die Tragfähigkeit der Decke für die weitere Brandbekämpfung bestätigte.

Um eine Brandausbreitung in den Hohlräumen der Tramdecke zu unterbinden, wurde der Bodenbereich großflächig geöffnet. Die Kontrolle auf verborgene Glutnester erfolgte koordiniert über zwei Ebenen: Während die eingesetzten Trupps im Obergeschoß die Zwischendecke freilegten, wurde das Untergeschoß kontinuierlich mittels Wärmebildkamera auf thermische Auffälligkeiten kontrolliert. Zur Entrauchung des Gebäudes kam eine Druckbelüftung zum Einsatz.

Im Rahmen dieses Einsatzes wurde erstmals das neue Konzept zur Einsatzhygiene praktisch umgesetzt. Unmittelbar nach dem Ablegen der Atemschutzgeräte führten die Trupps eine grobe Dekontamination durch und wechselten von der rauchbeaufschlagten Einsatzbekleidung in die neu angeschafften Hygiene-Anzüge. Diese konsequente Schwarz-Weiß-Trennung vor Ort minimiert die Verschleppung von Toxinen und dient dem langfristigen Gesundheitsschutz der Mannschaft.

Nachdem die finale Kontrolle mittels Wärmebildkamera keine erhöhten Temperaturen mehr im Bereich der Deckenkonstruktion aufzeigte, konnte „Brand aus“ gegeben werden. Das Rote Kreuz übernahm die sanitätsdienstliche Absicherung, während die Polizei die umliegenden Straßen für die Dauer der Arbeiten sperrte. Nach rund zwei Stunden und dem Abschluss der Aufrüstungsarbeiten in den Wachen war die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.

Umfangreicher Atemschutzeinsatz bei Brand auf einer Baustelle in Krems

Karte wird geladen - bitte warten...

Umfangreicher Atemschutzeinsatz bei Brand auf einer Baustelle in Krems 48.406569, 15.594049 Link zum Bericht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert