Kran Krems bei Lkw-Bergung in Gastern im Einsatz

Am Vormittag des 29. Jänner 2026, wurde die Feuerwehr Krems zur Unterstützung in den Bezirk Waidhofen an der Thaya alarmiert. Ein verunfallter Lkw drohte in einem Waldstück abzustürzen und musste in einem mehrstündigen Einsatz geborgen werden.

Zuvor waren bereits die Freiwilligen Feuerwehren Gastern, Kautzen und Dobersberg zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf die L63 gerufen worden. Ein Lastwagen war in einer abschüssigen Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen, hatte zwei Bäume gefällt und war in gefährlicher Schräglage zum Stillstand gekommen. Nur das Glück und einige noch stehende Bäume verhinderten den vollständigen Absturz des Schwerfahrzeugs.

Die erste Phase des Einsatzes konzentrierte sich vollständig auf die Rettung des Fahrers. Die Fahrerkabine war durch die umgerissenen Bäume massiv blockiert, was den Zugang zum Verunfallten erschwerte. Die Einsatzkräfte mussten die Stämme zunächst mittels Kettensägen zerkleinern und die Teile händisch beiseite schaffen, um den Weg zum Fahrerhaus freizumachen.

Nach der erfolgreichen Befreiung wurde der Lenker umgehend dem Rettungsdienst zur Erstversorgung übergeben. Er wurde zur Kontrolle in ein Krankenhaus transportiert, blieb jedoch nach ersten Informationen glücklicherweise unverletzt.

Nachdem die Menschenrettung abgeschlossen war, galt die volle Aufmerksamkeit der Bergung des Fahrzeugs. Aufgrund der exponierten Lage und der Gefahr eines weiteren Abrutschens forderte die Einsatzleitung vor Ort das Kranfahrzeug der Feuerwehr Krems an. Bis zum Eintreffen des Kranfahrzeuges wurde der Lkw mit einer Seilwinde gegen einen weiteren Absturz gesichert.

Nach der Anfahrt in das obere Waldviertel trafen die Kremser Einsatzkräfte mit dem Kran und dem dazugehörigen Begleitfahrzeug ein. In enger Abstimmung zwischen der örtlichen Einsatzleitung und der Kranmannschaft wurde ein detaillierter Bergeplan erstellt. Um dan schwer beschädigten Lkw sicher zurück auf die Straße zu bringen, wurden die Seilwinden des Kranfahrzeugs sowie der örtlichen Feuerwehren kombiniert eingesetzt.

Die Arbeiten gestalteten sich zeitaufwendig, da die Anschlagmittel mehrfach an den Rädern und am Rahmen ummontiert werden mussten. In präzise koordinierten Schritten wurde das Fahrzeug zentimeterweise aus der Schräglage gezogen. Durch das notwendige Umpositionieren der Fahrzeuge und der Sicherungsmittel konnte das Schwerfahrzeug schließlich erfolgreich zurück auf die Fahrbahn gezogen werden.

Nach rund sieben intensiven Einsatzstunden konnte die vierköpfige Mannschaft der FF Krems die Rückreise antreten. Am späten Nachmittag wurde die volle Einsatzbereitschaft in der Zentrale in Krems wiederhergestellt. Dieser Einsatz unterstreicht einmal mehr die Wichtigkeit der überörtlichen Zusammenarbeit und das reibungslose Zusammenspiel verschiedener Feuerwehren bei technisch anspruchsvollen Szenarien.

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