Am Mittwochmittag, dem 27. Mai 2026, kam es auf dem Campingplatz in Krems zu einem folgenschweren Wohnmobilbrand. Drei Personen wurden dabei verletzt und mussten in das Universitätsklinikum Krems transportiert werden. Das rasche und entschlossene Eingreifen von zwei Ersthelfern verhinderte eine noch größere Katastrophe.
Rascher Atemschutzeinsatz
Die Mitglieder der Hauptwache Krems wurden kurz nach 12.00 Uhr zu dem Fahrzeugbrand alarmiert. Bereits wenige Augenblicke nach dem Haus- und Pageralarm rückten die ersten Tanklöschfahrzeuge vollbesetzt in Richtung Einsatzort aus. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand die Akutphase des Brandes kurz vor dem Ende, das betroffene Wohnmobil war jedoch noch stark verraucht.
Umgehend ging ein Trupp unter umluftunabhängigen Atemschutz vor. Mit einem Kohlendioxidlöscher sowie einer Kübelspritze wurden zielgerichtete Nachlöscharbeiten durchgeführt, um den Brandherd im Innenraum vollständig zu ersticken.
Kontrolle mittels Wärmebildkamera
Da zu Beginn völlig unklar war, wo genau das Feuer entstanden war und ob es sich bereits in die Zwischenwände ausgebreitet hatte, öffneten die Einsatzkräfte gewaltsam einen kleinen Teil der Seitenwand des Wohnmobils. Mittels einer Wärmebildkamera wurde die gesamte Konstruktion auf versteckte Glutnester und thermische Anomalien kontrolliert.
Parallel dazu wurden umfassende Sicherungsmaßnahmen eingeleitet: Das Campingfahrzeug wurde sofort komplett vom externen Stromnetz getrennt. Zudem bargen die Florianis eine im Fahrzeug gelagerte Gasflasche und brachten sie umgehend aus dem Gefahrenbereich, um eine drohende Explosion oder ein unkontrolliertes Abblasen zu verhindern.
Zwei mutige Ersthelfer und ein Kollaps
Dass das Wohnmobil nicht völlig ausbrannte und die Flammen nicht auf benachbarte Wohnwagen oder Bäume übergriffen, ist dem mutigen Einsatz zweier Camper zu verdanken. Sie erkannten die Situation sofort und dämmten das Feuer noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit Handfeuerlöschern effektiv ein.
Die beiden Männer mussten jedoch im Anschluss vom Roten Kreuz mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung medizinisch erstversorgt und ins Krankenhaus eingeliefert werden. Kurze Zeit später erlitt eine ältere Dame im Nahebereich einen akuten Kreislaufzusammenbruch, woraufhin ein Notarzt zur Unterstützung nachgefordert wurde. Nach einer erfolgreichen Stabilisierung vor Ort wurde auch sie in das Krankenhaus Krems abtransportiert.
Ermittlungen zur Brandursache laufen
Ersten Erkenntnissen zufolge dürfte das Feuer im Bereich eines Ofens im Wohnmobil ausgebrochen sein. Die genaue Ursache ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar. Ein Brandermittler der Polizei traf am frühen Nachmittag am Campingplatz ein und hat die Spurensicherung sowie die detaillierte Ursachenforschung aufgenommen. Nach etwas mehr als einer Stunde konnte die Feuerwehr Krems den Einsatz erfolgreich beenden und die Einsatzbereitschaft wiederherstellen.
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