Am Nachmittag des 16. Juni 2026 wurde die Freiwillige Feuerwehr Krems zu einem technischen Einsatz auf die B218 in Fahrtrichtung Langenlois gerufen. Nach einem Abbiegemanöver war es im dichten Verkehrsgeschehen zu einem Auffahrunfall gekommen, an dem insgesamt vier Personenkraftwagen beteiligt waren.
Der Unfall ereignete sich, als der Lenker des ersten Pkw seine Fahrt verlangsamte und stoppte, um ordnungsgemäß von der Bundesstraße abzubiegen. Die beiden unmittelbar nachfolgenden Fahrzeuge – der zweite sowie der dritte Pkw – erkannten die Situation rechtzeitig, bremsten ab und kamen sicher hinter dem Abbieger zum Stillstand. Der Lenker eines herannahenden vierten Pkw bemerkte das Stauende jedoch zu spät und prallte mit erheblicher Wucht in das Heck des dritten Wagens. Durch die enorme Wucht dieses Aufpralls wurde eine Kettenreaktion ausgelöst, bei der der dritte Pkw nach vorne auf das Heck des zweiten Fahrzeugs aufgeschoben wurde. Der erste Pkw blieb von dem Aufprall komplett unbeschädigt und konnte seine Fahrt sowie das Abbiegemanöver normal fortsetzen.
Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand die Versorgung der Fahrzeuginsassen im Vordergrund. Unter den Betroffenen befand sich auch ein Kleinkind. Nach einer medizinischen Erstversorgung vor Ort wurden die Insassen zur weiteren Kontrolle und Abklärung vom Rettungsdienst in das Universitätsklinikum Krems transportiert. Der zweite Pkw wurde bei dem Vorfall nur leicht beschädigt, sodass dieser die Unfallstelle nach der ersten Datenaufnahme ebenfalls eigenständig wieder verlassen und seine Fahrt fortsetzen konnte.
Die kurz nach dem Rettungsdienst eingetroffene Feuerwehr Krems sicherte unterdessen die Unfallstelle gegen den fließenden Verkehr ab und band die massiv ausgelaufenen Betriebsmittel mit Ölbindemittel, um eine Umweltgefährdung sowie eine Rutschgefahr auf der Fahrbahn zu verhindern. Nach der polizeilichen Freigabe der Unfallstelle begannen die Einsatzkräfte mit den komplexen Bergungsarbeiten. Da die beiden verbliebenen Fahrzeuge durch den Aufprall stark ineinander verkeilt waren, mussten sie von der Feuerwehr zunächst mechanisch voneinander getrennt werden.
Das auffahrende vierte Fahrzeug wurde nach der Trennung von der Mannschaft händisch im Bereich des angrenzenden Begleitweges gesichert abgestellt, von wo aus es kurze Zeit später durch ein privates Abschleppunternehmen endgültig abtransportiert wurde. Da der dritte Wagen schwere Schäden aufwies und nicht mehr fahrbereit war, wurde das Elektrofahrzeug auf das Wechselladefahrzeug „Last 4 Krems“ verladen. Mittels des fahrzeugeigenen Krans und eines Hebebalkens wurde das Wrack schonend auf das Bergeplateau gehoben und zu einem geeigneten Abstellplatz abtransportiert. Nach rund einer Stunde intensiver Arbeit konnten die Feuerwachen Gneixendorf und Hauptwache der Feuerwehr Krems den Einsatz erfolgreich beenden.
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