Zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person kam es am Nachmittag des 27. September auf der L43 im Gemeindegebiet von Straß im Straßertal. Ein Pkw überschlug sich und blieb auf dem Dach im Straßengraben liegen. Der aus Richtung Hohenwarth kommende Wagen war mit drei Personen besetzt, als er von der Fahrbahn abkam. Ersthelfer reagierten umgehend, wählten den Notruf und leisteten sofort Erste Hilfe. Die Bereichsalarmzentrale Krems alarmierte daraufhin die Freiwilligen Feuerwehren Straß im Straßertal, Hohenwarth, Hadersdorf und Langenlois zur Menschenrettung.
Eine Person konnte sich eigenständig aus dem Wrack befreien, eine zweite wurde von den Ersthelfern aus der Notlage gerettet. Die dritte Person blieb aufgrund der Position des Fahrzeugs im Innenraum gefangen. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte wurden alle Insassen von den Ersthelfern betreut.
Neben den Feuerwehren rückte ein Großaufgebot des Rettungsdienstes an: mehrere Rettungstransportwagen des Roten Kreuzes, ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Krems, mehrere First Responder, der Bezirkseinsatzleiter des Roten Kreuzes sowie der Notarzthubschrauber Christophorus 2 aus Gneixendorf.
Am Einsatzort sicherten die Feuerwehrkräfte umgehend die Unfallstelle ab, bauten einen Brandschutz auf und stabilisierten das auf dem Dach liegende Fahrzeug, um ein sicheres Arbeiten bei der Menschenrettung zu gewährleisten. In enger Abstimmung mit der Notärztin entfernten die Einsatzkräfte anschließend eine Seitentür des Wracks. Ein sogenannter „innerer Retter“ der Feuerwehr Straß stieg in den Innenraum ein, um den Verunfallten zu betreuen und die Rettungsmaßnahmen von innen zu unterstützen. Gemeinsam gelang es Rettungsdienst und Feuerwehr, die Person schonend mittels Spineboard aus dem Fahrzeug zu befreien.
Nach der Erstversorgung an der Unfallstelle wurde der Schwerverletzte mit Christophorus 2 in ein Krankenhaus geflogen. Die beiden weiteren Insassen wurden mit Rettungswagen in umliegende Spitäler gebracht.
Nach der polizeilichen Unfallaufnahme stellte die Feuerwehr Straß den Pkw mithilfe einer Kette und der Seilwinde des Rüstlöschfahrzeugs wieder auf die Räder. Die eigentliche Fahrzeugbergung übernahm das Wechselladefahrzeug mit Kran der Feuerwehr Langenlois. Im Anschluss wurden ausgelaufene Betriebsmittel gebunden und die Fahrbahn gereinigt, ehe die Einsatzstelle an den Straßenerhalter übergeben werden konnte.
Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die L43 zwischen Straß und Hohenwarth für rund zwei Stunden komplett gesperrt.
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