Wohnung nach Küchenbrand unbewohnbar

Nach einer Serie an Unfällen wird die Feuerwehr Krems derzeit mit Brandeinsätzen gefordert. In den Mittagsstunden des 1. März 2019 ging ein Notruf über einen Küchenbrand in der St. Paul Gasse in Krems ein. Gemäß Alarmplan wurden die Feuerwachen Gneixendorf und Hauptwache alarmiert.

Unverzüglich rückten die Löschfahrzeuge der beiden Kremser Feuerwachen unterstützt mit der Drehleiter zum Brandeinsatz aus. Bereits während der Anfahrt rüsteten sich die Atemschutzgeräteträger aus und nahmen nach dem Eintreffen in der St. Paul Gasse eine Löschleitung in die Brandetage vor.

Routiniert wurde ein mobiler Rauchverschluss an der Wohnungstüre gesetzt um einen Rauchaustritt in das Stiegenhaus weitgehend zu verhindern. Das Stiegenhaus selbst blieb aufgrund des geringen Rauchaustrittes und dem schnellen Handeln der Einsatzkräfte nahezu Rauchfrei. Die Bewohner der betroffenen Wohnung handelten auch richtig, schließen nach dem Brandausbruch die Wohnungstür ab und konnten sich in Sicherheit bringen. Auch das trug dazu bei, dass der Rauch nicht in das Stiegenhaus ausgebreitet wurde und dass schlussendlich die umliegenden Wohnungen nicht geräumt werden mussten.

Beim Einmarsch in die Brandwohnung mit einer gefüllten C-Leitung galt auch noch eine Katze als vermisst. Rasch konnte der Brandherd in der Küche lokalisiert und bekämpft werden. Um die heißen Rauchgase und den Brandrauch abzuführen belüftete der Atemschutztrupp die Wohnung hydraulisch, ehe ein leistungsstarkes, elektrisches, Lüftungsgerät diese Tätigkeit übernahm.

Parallel zur Brandbekämpfung wurden die umliegenden Wohnungen auf Brandgase und eine Belastung mit Kohlenmonoxyd kontrolliert. Im Zuge der Durchsuchung der Wohnung wurde die vermisste Katze gefunden, für sie kam leider jede Hilfe zu spät.  

Mehrere Atemschutztrupps standen für Nachlöscharbeiten in der Wohnung parallel im Einsatz. Nachdem die Brandwohnung noch mit einer Wärmebildkamera auf Glutnester kontrolliert wurde, wurde der Einsatz beendet. Gegen 13.30 Uhr konnten schließlich alle Feuerwehrkräfte abrücken und in den einzelnen Wachen die Einsatzbereitschaft wiederherstellen. Die Wartung, Reinigung und Instandsetzung der benützen Ausrüstung, insbesondere der verwendeten Atemschutzgeräte und Masken wird noch mehrere Tage und zahlreiche Arbeitsstunden beanspruchen.

Während des Einsatzes versorgte das Rote Kreuz Krems, welches mit zwei Rettungstransportwagen und dem Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatz standen mehrere verletzte Anrainer. Drei Personen wurde noch an der Einsatzstelle erstversorgt und anschließend zur weiteren Kontrolle in das Universitätsklinikum Krems eingeliefert.

TEXT: FF Krems an der Donau

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